Unser Klima unsere Entscheidung

Die UN-Klimakonferenz in Scharm el-Scheich (Ägypten) hat Vereinbarungen getroffen, die nur als ein schlechter Scherz anzusehen sind.


Persönlich hatte ich große Hoffnungen, dass die Verantwortlichen aller Länder dieser Welt endlich erkennen würden, dass es nicht um jeweils eigene Interessen geht, sondern um jene, aller Menschen unserer Erde. So unrecht haben einige Reporter nicht, wenn sie unsere Erde als „Patientin auf einer Intensivstation“ ansehen. Diese Betrachtungsweise wirkt umso dramatischer, wenn man politische Differenzen einzelner Staaten in eine eventuelle Behandlungsmethode miteinbeziehen möchte.


Unfassbar, dass man ausschließlich über finanzielle Themen wegen klimabedingten Schäden verhandelte, jedoch die Ursachen dieser Schäden, werden großzügig hinter Wirtschaftswachstum gereiht. Frei nach dem Motto, lieber schnelles Geld verdienen, als zukünftigen Lebensraum unserer Nachkommen zu sichern.


Fossile Brennstoffe werden auch weiterhin dafür sorgen, dass wir die 1,5-Grad-Ziele aus Paris nicht einhalten werden, selbst ein 2,0-Grad-Ziel scheint schon fast unmöglich zu sein. Die großen Industrieländer sind nach wie vor nicht bereit, in zukünftige Lebensräume großflächig zu investieren.


Die Menschheit wird also einem längst erkennbaren Klimawandel samt seinen Wetterextremen überantwortet. Flüchtlingsströme werden überschwappen in Regionen, welche eine noch lebenswerte Welt vortäuschen. Hier in Europa wird man sich auf einen derartigen Ansturm einstellen müssen, welchem man vermutlich nur gewaltsam lösen wird können. Ist es doch so, dass uns selbst hier die Grenzen von Wasser, Energie und Nahrung aufgezeigt werden. Kriege, wie jener in der Ukraine, werden vermutlich an Europas Außengrenzen verlagert werden müssen, um millionenfachen Zustrom einhalt gebieten zu können. Was solche Aktionen für soziale Spannungen mit sich bringen, wird vermutlich unsere Europäische Union beträchtlich ins Wanken bringen.


Trotzdem sollten wir auch weiterhin versuchen, individuelles Einsparungspotential nicht nur im Energiebereich zu generieren, auch Nahrung und Trinkwasser dürfen wir nicht aus dem Fokus verlieren. Nein, Europa wird allein die Welt nicht vor einem Klimawandel bewahren, allerdings können wir aufzeigen, was Individuelles und gemeinschaftliches Vorgehen bewirken könnte. Es ist einfach unsere verdammte Pflicht, wenigstens zu versuchen, die Zukunft unserer Kinder halbwegs erträglich zu gestalten.

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